Glamorous Camping: Woher kommt der Trend zum Glampen?

24.10.2022
6 Minuten
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Glamorous Camping, oder auch kurz: Glamping – dieser Reisetrend ist schon seit ein paar Jahren auf dem Vormarsch. Die Begeisterung für die besondere Art von Getaway reißt dabei nicht ab, im Gegenteil: Immer mehr Menschen werden zu begeisterten „Glampern“ und genießen das Luxury Camping. 

Glamping kommt aus den USA und Großbritannien. Es vereint die Nähe zur Natur und die Ursprünglichkeit des Campens mit den komfortablen Vorzügen, wie wir sie von einem Hotelzimmer oder einer ausgestatteten Ferienwohnung kennen. Die Geschichte des Glampings geht viel weiter zurück, als man im ersten Moment vielleicht glauben mag, nämlich bis ins 16. Jahrhundert. Darum haben wir sie uns mal näher angesehen.

Glamorous Camping – eine Erfolgsgeschichte

Der Begriff des Glampings kommt aus den USA. Inzwischen ist er sogar im Oxford Dictionary zu finden, wo er das erste Mal 2016 aufgeführt wurde.

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Wir kennen alle den guten, alten Campingurlaub: Minimalistisch und mit selbst aufgebautem Zelt mitten in der Natur, hat er ein wenig DIY-Charakter. In die Natur geht es auch fast immer beim Glamping, es werden aber auch alle angesprochen, die mit dem Verzicht, den ein Camping-Ausflug mit sich bringt, nichts anfangen können. 

Denn beim Glamping wartet nicht etwa ein behelfsmäßiges Zelt auf die Gäste oder beengte Campingplätze – stattdessen gibt es großzügige Unterkünfte und Luxus-Zelte, in denen sich vom bequemen Doppelbett über Kochmöglichkeiten bis hin zum eigenen Bad samt Dusche und WC alles befindet, was für einen komfortablen Urlaub gebraucht wird.

Wo „Zelten” seinen Ursprung nahm

In der Geschichte der Menschheit sind das Zelten und das Campen schon lange von großer Bedeutung. Gerade für wandernde Völker (Nomaden) waren und sind schnell auf- und abgebaute Unterkünfte außerordentlich praktisch. Baumhäuser schützen durch ihre Lage vor möglichen Gefahren, die auf dem Boden lauern. Und ein Dach über dem Kopf schützt vor Sonne, Wind und Wetter.

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Ob Baumhaus, Tipi, Wigwam, Jurte oder Safarizelt – viele dieser Behausungen haben eine tiefe Geschichte und sind bedeutsame Überlieferungen dessen, wie die Menschheit in vergangenen Tagen gelebt hat. Traditionell genutzt wurden sie von den indigenen Völkern Südamerikas, Asiens, Afrikas und in West-Papua (Neuguinea), immer an die jeweiligen Bedingungen vor Ort angepasst. Wann das erste Zelt erbaut wurde, lässt sich nur vermuten. Doch es gibt Hinweise, dass die ersten Zelte bereits vor über 40.000 Jahren errichtet wurden.

Von Kaisern und Königen – Glamorous-Camping-Pioniere?

Auch das Glamping ist gewissermaßen schon viel älter, als es die mittlerweile zahlreichen Glamping-Trends vermuten lassen. Werfen wir einen Blick zurück, und zwar um einige Jahrhunderte zu Kaisern und Königen: Reisten diese mit ihrem Hofstaat durch die Lande, so dauerten diese Reisen oft mehrere Wochen an. Natürlich musste dabei unterwegs auch übernachtet werden.

Hier dienten Zelte als Unterkunft, die für den Adel allerdings besonders prunkvoll und komfortabel ausgestattet sein sollten. Wenn man so will, findet hier das Glamping seinen Ursprung.

Besonders für schottische und französische Königshäuser im 16. Jahrhundert gehörte es außerdem fast zum guten Ton, auf nahe bei Hofe gelegenen Wiesen luxuriös ausgestattete Zelte zu platzieren. 

Urlaubstrend Glamorous Camping heute

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Im 20. Jahrhundert erfuhr das Camping seinen Durchbruch. Es war – besonders in den Zeiten der Krise und nach dem Ersten Weltkrieg – eine gute Möglichkeit, für kleines Geld dem Alltag zu entfliehen. In der Wirtschaftswunder-Zeit der 1950er-Jahre boomte das Camping dann so richtig. Das Glamping hingegen ist ein noch recht junger Trend, in dem die Camping-Bewegung praktisch ihren zeitgemäßen Höhepunkt findet. 

Dabei geht es natürlich zum einen um die komfortable Ausstattung von Glamping-Zelt, Glamping-Pod, Luxus-Baumhaus, Lodgezelt, Chalets, Tiny House und weiteren Glamping-Varianten. Zum anderen spielt selbstverständlich der Standort eine Rolle: Dieser kann wahlweise ganz abgeschieden in der Natur liegen für eine intensive Auszeit, umgeben von exklusiven Freizeitangeboten sein oder Teil eines Glamping-Resort.

Nicht zuletzt sind viele Glamping-Unterkünfte zugleich Design-Objekte: Geradlinig, modern und nachhaltig zeigen sie sich gern und tragen so dazu bei, dass der Glamping-Urlaub ein ganz besonderes Naturerlebnis wird.

Eine Glamping-Unterkunft kann sich praktisch überall befinden. An unterschiedlichen Ausflugszielen – sei es die Toskana, Tirol, oder die Côte d’Azur – sind Gäste dazu eingeladen, die Gegend zu erkunden.

Beim Glamping kann man übrigens auch gut in die Ferne schweifen. Einige Länder erleben einen regelrechten Glamping-Boom, zu ihnen gehören natürlich die USA, aber auch Südkorea, Australien und auch viele afrikanische Länder.

FAQ

Was ist Glamping?

Glamping vereint „Glamour“ und „Camping“ in sich und steht so für einen Camping-Urlaub, der zum Luxus-Camping wird. Nicht nur Zelte, Hütten und Co. können für Glamping genutzt werden, sondern auch entsprechend ausgebaute Mobilheime, so wie der kultige amerikanische Airstream.

Warum Glamping?

Glamping hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen lassen sich Glamping-Unterkünften recht flexibel positionieren und bieten so die Möglichkeit, die Natur abseits vom Mainstream und in vollem Komfort zu genießen. Oft warten vor Ort tolle Möglichkeiten für Aktivitäten. Ein Glamping-Urlaub lässt sich außerdem ganz individuell gestalten und bietet so etwas für jeden Urlaubs-Typen.

Außerdem muss auf den Komfort eines klassischen Hotel-Urlaubs auch bei dieser komfortablen Form des Campings nicht verzichtet werden, während sich das notwendige Reisegepäck im Vergleich zu einem normalen Camping-Urlaub in Grenzen hält – denn die Ausstattung von Glamping-Unterkünften ist in der Regel recht üppig.

Seit wann spricht man von Glamorous Camping?

Die prunkvollen Zelte des reisenden Adels würden wir aus heutiger Sicht wohl als Glamping-Zelte bezeichnen. Der Begriff, der aus den USA und Großbritannien stammt, tauchte aber erst Anfang der 2000er auf. Der Trend ist bis heute ungebrochen.


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Max Schade

DIPL.-ING. Max Schade

Gründer, CEO